160 Stunden Qualifizierung

Worum geht es?

Es geht um eine 160-Stunden-Qualifizierung für den Einsatz in Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Die Qualifizierung erfolgt gemäß § 3 Abs. 2 Personalverordnung NRW und richtet sich nach dem Orientierungsrahmen für die Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen der Personalverordnung, den Handlungsfeldern im Arbeitsfeld Kita sowie den gesetzlichen Grundlagen des SGB VIII §§ 45 ff., dem Kinderbildungsgesetz KiBiz und den Bildungsgrundsätzen NRW.

Die Maßnahme ist tätigkeitsbegleitend, findet in Präsenz statt und umfasst 20 Wochen. Sie vermittelt fundiertes Überblickswissen zu zentralen Themen der frühen Bildung und unterstützt den Aufbau professioneller Handlungskompetenzen für den pädagogischen Alltag in Kitas. Dabei werden fachliche Inhalte eng mit Praxistransfer, Reflexion und anwendungsorientiertem Lernen verbunden.


Inhaltlich besteht die Qualifizierung aus vier Modulen:


Modul 1: Berufliches Selbstverständnis, Beziehungen gestalten und pädagogisch handeln
Hier geht es um die eigene Rolle, Verantwortung und Haltung im pädagogischen Alltag. Behandelt werden unter anderem Bindung, Eingewöhnung, Interaktionsqualität, Partizipation, Kinderrechte, Kinderschutz, Alltagssituationen, Routinen, Konflikte und Freispiel als Bildungsgelegenheiten.


Modul 2: Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag professionell gestalten
Dieses Modul behandelt den gesetzlichen und fachlichen Bildungsauftrag von Kindertageseinrichtungen auf Grundlage von SGB VIII, KiBiz und den Bildungsgrundsätzen NRW. Schwerpunkte sind Bildungsprozesse im Alltag, Beobachtung und Dokumentation, pädagogische Angebotsplanung, Lernumgebungen sowie alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung.


Modul 3: Lebenswelten und Diversitäten wahrnehmen, verstehen und Inklusion fördern
Im Fokus stehen Entwicklungspsychologie, kindliche Entwicklungsaufgaben, unterschiedliche Lebenslagen von Kindern und Familien, Diversität und Inklusion. Außerdem werden Entwicklungsbesonderheiten, Sozialisation, sozialräumliche Einflüsse, vorurteilsbewusste Pädagogik sowie rechtliche Grundlagen wie die UN-Behindertenrechtskonvention und das SGB VIII behandelt.


Modul 4: Erziehungs- und Bildungspartnerschaften, Übergänge und Teamarbeit
Dieses Modul konzentriert sich auf die Zusammenarbeit mit Eltern und Bezugspersonen, Bildungs- und Erziehungspartnerschaften, Übergänge, Gesprächsführung, wertschätzende Kommunikation, Konfliktbearbeitung, Rechte und Pflichten von Eltern, Teamarbeit, Arbeitsorganisation und Außendarstellung. Außerdem werden das Praxisprojekt präsentiert und die Lernentwicklung im Abschlusskolloquium reflektiert.


Ein zentrales Qualitätsmerkmal ist die enge Verbindung von Theorie und Praxis: Zwischen den Kurstagen bearbeiten die Teilnehmenden Praxisaufgaben, führen ein Portfolio beziehungsweise Lerntagebuch und entwickeln ein eigenes Praxisprojekt. So wird der Transfer in den beruflichen Alltag vorbereitet, begleitet und reflektiert.





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